Herkunft

Der Austernpilz, auch Austernseitling genannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Pleurotus ostreatus. Seine muschelförmigen Hüte erinnern an Austern – daher stammt sein Name.

Auch in heimischen Laubwäldern kommt er vor. Dort wächst er in Gruppen an abgestorbenem oder geschwächtem Holz. Für unsere Küche werden Austernpilze gezielt angebaut, häufig auf einem Substrat aus Getreidestroh.

Mit ihrem festen Fleisch und ihrem würzigen Aroma bringen sie Abwechslung auf den Teller. Besonders beim Braten entfalten sie ihren herzhaften Geschmack.

Wann haben Austernpilze Saison?

Frische Austernpilze aus kontrolliertem Anbau sind ganzjährig erhältlich. Damit können sie unsere saisonale Küche durch alle Jahreszeiten begleiten – beispielsweise mit Frühlingsgemüse, sommerlichen Zucchini oder winterlichem Kohl. Achte beim Einkauf auf die Herkunft, wenn du Pilze aus regionaler Erzeugung bevorzugst.

Nährwerte

Durchschnittliche Nährwerte je 100 g frische, rohe Austernpilze:

Energie: ca. 33 kcal
Wasser: ca. 89 g
Kohlenhydrate: ca. 6,1 g
davon Zucker: ca. 1,1 g
Ballaststoffe: ca. 2,3 g
Eiweiß: ca. 3,3 g
Fett: ca. 0,4 g

Austernpilze bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und enthalten wenig Fett. Die Angaben sind gerundete Durchschnittswerte und können durch Anbau und Ernte schwanken. Die hier verwendete USDA-Angabe für Gesamtkohlenhydrate enthält die Ballaststoffe; sie sind darin bereits berücksichtigt.

Vitamine und Mineralstoffe

Austernpilze enthalten unter anderem Vitamin B2 (Riboflavin), Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5) und Folat.

Diese Inhaltsstoffe ergänzen die Vielfalt einer abwechslungsreichen Ernährung. Austernpilze sind allerdings keine verlässliche Vitamin-B12-Quelle.

Gut zu wissen

Ihr kräftiger Geschmack macht Austernpilze zu einer schönen Zutat für fleischfreie Gerichte. Für eine ausgewogene Mahlzeit kombinieren wir sie gern mit Kartoffeln oder Vollkorngetreide, Gemüse und Hülsenfrüchten.

Einkauf und Lagerung

Frische Austernpilze sind prall und fest und riechen angenehm pilzig. Achte auf unbeschädigte Hüte ohne schleimige Stellen. Ein leicht eingerollter Hutrand ist bei jungen Exemplaren typisch. Weiche, unangenehm riechende oder sichtbar verdorbene Pilze bleiben liegen.

Kühl und luftig aufbewahren

Lagere frische Austernpilze im Kühlschrank und verbrauche sie möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen. Ein Papierbeutel oder ein sauberes, trockenes Tuch schützt sie, ohne Feuchtigkeit einzuschließen. Vermeide Druck und dicht verschlossene Plastikbeutel.

Schonend vorbereiten

Entferne kleine Verschmutzungen mit einer weichen Bürste oder Küchenpapier. Bei Bedarf kurz abspülen und sofort trocken tupfen; nicht im Wasser liegen lassen. Sehr feste Stielenden abschneiden. Die Hüte lassen sich in mundgerechte Stücke zupfen.

Austernpilze vor dem Essen gut durchgaren. Roh können sie schwer verdaulich sein.

Nachhaltigkeitstipps

Bewusst einkaufen

Plane die Menge passend zu deiner nächsten Mahlzeit. Die kurze Haltbarkeit spricht dafür, frische Pilze möglichst zeitnah nach dem Einkauf zu verarbeiten.

Nach Herkunft fragen

Auf dem Wochenmarkt oder beim Hofladen lohnt sich die Frage nach dem Anbaubetrieb. Im Handel gibt das Herkunftsland auf der Verpackung eine erste Orientierung. Regionaler Anbau kann Transportwege verkürzen.

Auch kleinere Stücke nutzen

Gebrochene Hüte und kleinere, einwandfreie Stücke sind genauso verwendbar wie große Exemplare. Putze deshalb sparsam und entferne nur feste Stielenden oder tatsächlich verdorbene Teile.

Reste richtig aufbewahren

Gegarte Pilzreste rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb eines Tages verbrauchen. Beim erneuten Erhitzen vollständig durcherhitzen.